Husky Tour in Schwedisch Lappland

Husky Tour (Lapplandsdrag)

23.3.07

Wir stehen um 5 Uhr auf und erreichen mit Müh und Not unseren Flieger, der um 8.30 Uhr ab Stuttgart über Hannover nach Arvidsjaur in Schwedisch Lappland fliegen soll. Drei Zentimeter Schnee bedeuten in Deutschland eben schon Schneechaos. Danach sitzen wir eine weitere Stunde im Flieger und warten auf die Enteisung der Maschine, bevor es dann losgeht. So erreichen wir mit eineinhalb Stunden Verspätung den gemütlichen Flughafen von Arvidsjaur, wo uns Pascal schon erwartet und wir auch Torsten und Oliver kennenlernen, die mit uns die Weekend Tour machen werden.

Mit dem Jeep fahren wir 130 Kilometer (ohne Ampel und mit nur 4 mal abbiegen) Husky & Adventure Wilderness Lodge Juktan, wo uns schon Moni und natürlich die vielen Huskys (+ 3 Schäferhunde) erwarten. Wir beziehen unsere Hütten, heizen dort schon mal vor und lernen dann die Hunde kennen, die uns in den nächsten knapp drei Tagen so sehr ans Herz wachsen werden.Danach gibt es im Eßzimmer von Moni und Pascal ein leckeres Abendessen und die ersten Einweisungen und Informationen.

Nach dem Abendessen zeigt uns Pascal noch wie wir am nächsten Tag die Schlitten herrichten müssen und wir lernen (dem gutmütigen Blacky sei Dank) wie man den Hunden das Geschirr anlegt. Wir haben auch das Glück das Phänomen des Polarlichtes live zu erleben. Danach geht es ziemlich müde ins Bett.

24.3.07

Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es daran die Hunde und die Schlitten für die Tour vorzubereiten. Es gibt viel Wasser mit etwas Trockenfutter und ein bisschen Fleisch, damit die Hunde gut laufen können. Während wir die Schlitten vorbereiten steigt die Aufregung in den Zwingern, da die Huskies merken, dass es jetzt bald losgeht.

Jeder von uns hat entweder vier oder fünf Hunde zugewiesen bekommen, die seinen Schlitten ziehen. Jetzt heißt es Geschirr anlegen und die Hunde an den Schlitten zu spannen, was echt eine Herausforderung ist. Die Hunde freuen sich dermaßen, dass alles drunter und drüber geht.

Aber trotzdem legen wir einen unfallfreien und gelungenen Start hin und sind auf unserem Weg durch die herrliche schwedische Winterlandschaft.

Die Schlitten laufen prima und wir kommen gut voran. Es gibt ein paar kleine Unterbrechungen und einen, für alle anstrengenden, Tiefschneeabschnitt, den wir aber auch gut meistern.

Nach knapp 50 Kilometern kommen wir an der Hütte an, die unser Nachtlager sein wird. Zuerst werden die Hunde versorgt und an einem langen Stahlseil festgemacht, so dass sie sich über Nacht nicht losreissen können. Danach wird dann Schnee geschmolzen und das gemütliche und sehr gute Abendessen in der Hütte vorbereitet. Nach einer heissen Diskussion versuchen wir in der völlig überhitzten Hütte zu schlafen (wir hätten Pascal nicht provozieren sollen!) und stehen schon um 6 Uhr wieder auf, damit wir mit den Hunden früh wieder auf den Rückweg kommen.

25.3.07

Wiederum geht es bei bestem Wetter durch eine herrliche Landschaft zurück zur Lodge wo wir am frühen Vormittag eintreffen. Wir versorgen wieder die Hunde und gehen dann über den Fluß zu einem sonnigen Windfang, wo uns Moni im offenen Feuer prima Toast macht und wir uns auf Rentierfellen sonnen.

Mit Pascal fahren wir dann noch mit den Schneemobilen durch die Gegend was auch sehr viel Spaß macht. Allerdings ist es dann natürlich mit der herrlichen Ruhe vorbei.

Den Abend verbringen wir mit Pascal und Moni in der Grillkota der Lodge wo wir gegrillten Fisch und eine leckere Kartoffel-, Zwiebel- und Paprikapfanne essen.

26.3.07

Heute heißt es schon Abschiednehmen von Pascal, Moni und den tollen Hunden. Nach dem ausgiebigen Frühstück machen wir eine kleine Abschiedstour und sagen den Hunden auf Wiedersehen (nicht Tschüss!), was nicht so leicht fällt, da wir sie doch sehr lieb gewonnen haben.

 Jacek und Pascal fahren uns dann wieder zum Flughafen wo wir „Just in time“ (O-Ton: The captain has already closed…) genau fünf Minuten vor dem Abflug ankommen. Wir werden aber dennoch mitgenommen und haben einen ruhigen Flug zurück nach Stuttgart, wo vier herrliche, leider zu kurze Tage, zu Ende gehen, die wir sicherlich wiederholen werden.